Hitzewallungen (paroxysmale Flushs)
Hitzewallungen (medizinisch paroxysmale Flushs) bezeichnen anfallsartige Wärmegefühle mit Hautrötung und Schweißausbrüchen, die primär auf einer Fehlregulation des Thermoregulationszentrums im Hypothalamus beruhen. Die klinisch häufigste Ursache ist der endokrine Wandel in den Wechseljahren, bei dem der sinkende Östrogenspiegel bei Frauen (Klimakterium) oder ein Testosteronmangel bei Männern (Andropause) die körpereigene Temperaturwahrnehmung stört. Neben diesen hormonellen Umstellungen können organische Erkrankungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes mellitus oder seltene neuroendokrine Tumore die Symptomatik auslösen. Ebenso kommen pharmakologische Einflüsse durch Medikamente wie Antihormontherapien, gefäßerweiternde Antihypertonika oder Antidepressiva als Auslöser infrage. Aktiviert wird das vegetative Nervensystem zudem durch exogene Trigger, wozu psychischer Stress, Angstzustände sowie der Konsum von scharfen Speisen, Koffein, Alkohol und Nikotin gehören, die bestehende Beschwerden intensivieren oder akut provozieren können.